Pressestimmen über das Strandderby
Ob in klassischer Haltung oder in Westernmanier: Auf den Reitstil kam es beim Strandderby in Boltenhagen nicht an.
Boltenhagen - Westernreiten, Line-Dance und Wettkampf - das neunte Boltenhagener Strandderby bot gestern
außergewöhnlich viel Abwechslung. Hunderte Besucher genossen das Schauspiel an der Seebrücke.
Boltenhagen muss einen Vertrag mit Petrus haben: Zur neunten Auflage des Strandderbys schickte er das allerschönste Herbstwetter.
Das lockte denn auch etliche Hundert Menschen an den Strand, um den reiterlichen Wettkampf um den Bernsteinpokal aus nächster
Nähe zu erleben. Viele waren bereits um 11 Uhr zur Eröffnung gekommen und harrten gut gelaunt die drei Stunden bis zum Derby
aus. Das lag zum einen an Moderator Uwe Dunkelmann und seinen launigen Sprüchen, zum anderen an dem kurzweiligen Rahmenprogramm.
Die Wild-West- Line-Dancers aus Carlsruhe bei Marlow tanzten, dass Dunkelmann begeistert ausrief: "Ja, ja, da zuckt auch noch das
steife Bein." Vor allem aber fanden die Darbietungen vom Westernhof in Carlsruhe den Beifall des Publikums. Und so ganz
nebenbei erfuhr es einiges über Pferde. "Das Wichtigste ist die Zuverlässigkeit", erklärte Frank Haslinger
vom Westernhof. "Die Bremse beim Pferd muss funktionieren - es muss anhalten, wenn der Reiter es verlangt." Schlag 14 Uhr
wurde es ernst. Die 26 Teilnehmer des Strandderbys trafen an der Seebrücke ein. Karl-Heinz Gabriel vom Reit- und Fahrhof in
Boltenhagen dankte ganz besonders dem Bauhof des Ostseebades. Dessen Mitarbeiter hatten den Strand am Morgen von Muscheln, Seegras
und Algen gereinigt, die in den vergangenen Tagen reichlich angespült wurden. "Nur durch ihren Einsatz wurde das Strandderby
möglich", so Gabriel. Kurz darauf gab Uwe Dunkelmann das Startzeichen für die ersten beiden Reiter. "Das
verspricht ein schnelles Derby zu werden, schneller als im vorigen Jahr", sagte er als die erste Zeit feststand: 31 Sekunden
für die insgesamt etwa 400 Meter lange Strecke. Gewertet wurde in zwei Kategorien: Kinder unter 16 Jahren auf Ponys und #
Kleinpferden sowie Erwachsene auf Großpferden. Bei den Kindern sicherte Julia Gruber sich und dem Reiterhof Tarnewitzerhagen
den Sieg. Ihr Pony schaffte die Strecke in 29 Sekunden. Nur im Stechen um den Bernsteinpokal musste sie sich der schnellsten
Erwachsenen geschlagen geben. Das Pferd von Nicola von Knobelsdorff aus Redewisch lief gestern allen davon.
ln-online/lokales vom 07.10.2007 00:00
Quelle im Internet: http://www.ln-online.de/artikel/2232335